Trotz seiner natürlichen Reichtümer ist Uganda eines der ärmeren Länder Afrikas.
Mehr als 40 % der Bevölkerung leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze,
wobei mehr als 70 % in der Landwirtschaft tätig sind. Die meisten von ihnen sind Kleinbauern
und betreiben Subsistenzlandwirtschaft.
In den Regionen West-Nil und Zentral-Nord ist die Armutsquote ebenfalls
deutlich höher als im Landesdurchschnitt. Darüber hinaus haben sich dort etwa 1 Million
Flüchtlinge infolge des Bürgerkriegs im
Südsudan dauerhaft niedergelassen. Dies hat die Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung
weiter verschlechtert und den Druck auf die Umwelt,
den Landbesitz und die Energieversorgung erhöht.
Die meisten ländlichen Haushalte in Afrika kochen ihr Essen mit lokal gesammeltem
Holz oder anderen brennbaren natürlichen Materialien. Meistens bestehen die Kochstellen
aus drei Steinen auf dem Lehmboden einfacher Häuser, wo das Feuer
dazwischen angezündet und ein Topf darauf gestellt wird. Es gibt keinen Schornstein, und
der Rauch breitet sich allmählich im Haus aus und beeinträchtigt die Gesundheit von
Frauen und Kindern. Die Verbrennungseffizienz des "Drei-Steine-Co
oker" ist äußerst begrenzt. Daher wird immer mehr Brennholz benötigt,
was zu einer übermäßigen Abholzung der Wälder führt.
Die Kleinkochherde (Jikos), die vor einigen Jahren in Ostafrika eingeführt wurden, verwenden ausschliesslich Holzkohle als Brennstoff. Obwohl sieenergieeffizienter sind als die «Drei-Steine-Herde», stellt die Verbrennung von Holzkohle eine große Gefahr für die Wälder dar. Außerdem wird die Holzkohle für die lokale Bevölkerung immer teurer.